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Schwarzwälder Bote
Mittwoch, den 18. März 2009, ein Bericht von Steffi Stocker

Neuweiler - Schüler drehen Film über Mobbing und Gewalt

Schulhof

Gewalt in Wort und Tat ist auf Schulhöfen leider kein Einzelfall. In der Waldschule Neuweiler wird ein Film erstellt, der sich mit dem Thema Mobbing beschäftigt.
Foto: Stocker

Neuweiler - Die Klasse 7 der Waldschule in Neuweiler startet ein Filmprojekt, das Mobbing, die stille Gewalt und deren Folgen thematisiert. In Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Kulturarbeit in der evangelischen Jugend machen sie dabei ihre Stärken sichtbar.

Obwohl die Planungen dazu schon geraume Zeit laufen, erhält das Ansinnen vor dem Hintergrund des Amoklaufs an der Realschule in Winnenden zusätzliche Bedeutung. Vor allem die Vorreiterrolle der Waldschule zum Erhalt des »Kompetenznachweis Kultur«, wie das Zertifikat heißt, ist bemerkenswert.

Die Neuweiler Schule ist die erste in Baden-Württemberg, die sich kreativ der Problematik stellt. »Es soll ein Film mit offenem Ende entstehen, der Schülern wie Lehrern als Arbeitshilfe der elementaren Prävention dient«, fasst Heidi Traub das Ziel zusammen. Die Geschäftsführerin des Bundesverbandes stellte den Jugendlichen das Projekt vor.

Dabei werden zunächst Ideen der Schüler gesammelt, bevor gemeinsam ein Drehbuch entsteht. Im Sommer wird dann der Film gedreht. Unzählige Fähigkeiten kann jeder Schüler entdecken, wenn es gilt zu schreiben, Rollenarbeit zu bewerkstelligen oder Kritik auszuhalten. »Ihr erhaltet Gelegenheit, Freiräume zu entdecken, diese kreativ zu gestalten und Verantwortung für euch selbst und andere zu übernehmen«, erklärte Traub.

Die dabei an den Tag gelegten Stärken werden im Zertifikat hervor gehoben. »Mit Experten von außen hat das Projekt eine zusätzliche Nachhaltigkeit«, zeigte sich Schulleiter Wolfgang Rapp überzeugt von der Förderung der Selbstsicherheit. Der CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Blenke übernimmt die Schirmherrschaft des Projekts.

»Vor dem aktuellen Hintergrund sind Schlüsselqualifikationen alleine nicht genug. Die Schüler müssen auch lernen, sich ohne Nachteile zu äußern und über Gefühle sprechen«, sagte der Politiker.

Auch für Bürgermeister Martin Buchwald ist es selbstverständlich, die Schule bei dem Projekt zu unterstützen. Er zollte den Lehrern Anerkennung für ihren pädagogischen Mut, etwas Neues auszuprobieren.

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Heidi Traub

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Letzte Aktualisierung: 25. Dezember 2015